Blaukraut, auch als Rotkohl bekannt, bringt Farbe und Vitamine in die Winterküche. Die festen, violettroten Köpfe sind ein echter Hingucker im Garten und ein Genuss auf dem Teller – ob klassisch geschmort oder frisch als Rohkostsalat.
Geschmack & Verwendung
Blaukraut schmeckt mild-würzig, leicht süßlich und harmoniert wunderbar mit Äpfeln, Essig oder Gewürzen wie Nelke und Lorbeer. Traditionell gehört es zu Braten und Knödeln, passt aber auch in moderne Bowls oder Smoothies. Roh, fein geschnitten, ist es knackig und vitaminreich – perfekt für bunte Wintergerichte.
- Tipp: Mit Apfel, Essig oder Johannisbeergelee gekocht, wird Blaukraut besonders fruchtig und mild.
Anbau leicht gemacht
Blaukraut wird ab April im geschützten Anbau vorgezogen und ab Mai ins Freiland gesetzt. Es liebt tiefgründigen, nährstoffreichen Boden und halbschattige bis sonnige Standorte. Während der Kopfbildung braucht es besonders viel Wasser – gleichmäßig feucht halten, Staunässe aber vermeiden.
- Pflege-Tipp: Vor der Kopfbildung leicht anhäufeln – das fördert die Wurzelbildung und Standfestigkeit. Nach der Ernte die Wurzeln vollständig entfernen, um Kohlkrankheiten vorzubeugen.
- Schutz-Tipp: Schnecken mögen junge Pflanzen besonders. Ein Insektenschutznetz schützt zusätzlich vor Raupenfraß durch Kohlweißlinge.
Pflanzpartner / Mischkultur
- Gute Nachbarn: Sellerie, Bohnen, Spinat, Gurken. Basilikum hält Weiße Fliege fern, Tagetes schützt vor Nematoden, Salbei und Sellerie helfen gegen Kohlweißling.
- Ungünstig: Andere Kohlarten oder Rettiche – sie fördern Schädlingsdruck und laugen den Boden aus.
Ernte-Tipp
Blaukraut ist erntereif, sobald die Köpfe fest sind. Nach der Ernte am besten kühl und trocken lagern – so bleibt es wochenlang frisch. Wurzeln nach der Ernte aus dem Boden entfernen, um Krankheiten vorzubeugen.
Gärtnerwissen kompakt
Blaukraut zählt zu den Starkzehrern und braucht viel Nährstoffe und Wasser – vor allem, wenn die Köpfe wachsen.
Mit Essig gekocht wird es leuchtend rot, ohne Säure eher bläulich – je nach Boden und Zubereitung.
- Spezialtipp: Gleichmäßig gießen und regelmäßig leicht nachdüngen – das sorgt für große, feste Köpfe.
Am besten startest du mit Schafwoll-Pellets als Basisdüngung und ergänzt während der Wachstumszeit Bio-Gemüsedünger flüssig.
Etwas Kalimagnesia fördert Aroma, Festigkeit und Blattgesundheit.
Rezeptidee – Apfel-Blaukraut
Fein geschnittenes Blaukraut mit Äpfeln, Zwiebeln, etwas Apfelessig und Johannisbeergelee schmoren. Mit Nelken, Lorbeer und einem Schuss Rotwein verfeinern – klassisch, fruchtig und perfekt für die Winterküche.