Ebbs | Mils

Levisticum officinalis

Liebstöckl

Ein Bündel frischer Liebstöckelblätter, zusammengebunden mit einer Kordel, liegt auf einer rustikalen Holzoberfläche. Die grünen Blätter sind frisch und kräftig, mit einer leicht glänzenden Oberfläche.

Küchenkraut

Liebstöckel, auch bekannt als "Maggikraut", ist ein unverzichtbarer Klassiker in der Küche. Mit seinem intensiven, würzigen Aroma bereichert er Suppen, Eintöpfe und viele weitere Gerichte. Doch die robuste Staude bietet weit mehr als nur kulinarische Vorteile: Ihre gelben Blüten ziehen Insekten magisch an und tragen so zur Förderung der Biodiversität bei. Liebstöckel findet zudem in der Naturheilkunde vielfältige Anwendungen und ist aufgrund seines stattlichen Wuchses auch optisch eine Bereicherung für jeden Garten.

  • Blütenfarbe

    gelb

  • Standort

    sonnig, halbschattig

  • Frosthart

  • Insektenfreundliche Blüten

  • Schneckensicher

  • Blütezeit

    Juni, Juli, August

  • Höhe

    100 cm

  • Breite

    50 cm

  • Gießen

    Regelmäßig Wasser

  • Düngen

    Regelmäßig Düngen

Infos auf einen Blick

Die Faktenbox

  • Lebensform: winterhart
  • Höhe/Breite: 100 cm hoch / 50 cm breit
  • Blütenfarbe: gelb
  • Blütezeit: Juni-August
  • Insektenfreundlich: ja
  • Standort: sonnig-halbschattig
  • Boden: normaler Gartenboden
  • Feuchtigkeit: regelmäßig gießen
  • Düngen: regelmäßig mit Kräuterdünger versorgen
  • Pflege: unkompliziert, gelegentlich auslichten
  • Schneckensicher: ja
  • Verwendung: Küchenkraut

    ERNTE

  • Was: Blätter und junge Triebe, Samen
  • Wie: frisch verwenden; Samen getrocknet als Gewürz nutzen

Liebstöckl

Wissenswertes

LEBENSFORM & WUCHSEINGENSCHAFTEN

Liebstöckel ist eine ausdauernde, winterharte Staude, die bis zu 100 cm hoch und etwa 50 cm breit wird. Die Pflanze bildet dichte Horste und trägt von Juni bis August gelbe, doldige Blüten, die ein beliebter Treffpunkt für Insekten sind. Durch ihren stattlichen Wuchs eignet sich Liebstöckel hervorragend als Solitärpflanze im Küchen- oder Bauerngarten.

FÖRDERT DIE BIODIVERSITÄT

Die gelben Blüten von Liebstöckel sind eine wertvolle Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten. Besonders Wildbienen nutzen die nektarreichen Dolden intensiv, darunter Arten wie die Rote Mauerbiene oder die Garten-Wollbiene. Auch Hummeln und Schwebfliegen werden von den Blüten angezogen, da sie leicht zugänglich und reich an Nährstoffen sind. Mit seiner Blütezeit von Juni bis August bietet Liebstöckel eine wichtige Nahrungsquelle während der Sommermonate und trägt so aktiv zur Förderung der Biodiversität in naturnahen Gärten bei.

STANDORT & BODENEIGENSCHAFTEN

Die Pflanze bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und gedeiht am besten in nährstoffreichen, lockeren Gartenböden. Ein humoser Untergrund sorgt für optimales Wachstum, wobei Staunässe vermieden werden sollte. Regelmäßiges Gießen ist wichtig, um die Pflanze vital zu halten.

PFLEGE & RUNDHERUM

Liebstöckel ist pflegeleicht und benötigt nur wenig Aufmerksamkeit. Regelmäßige Düngergaben mit organischem Kräuterdünger sorgen für gesundes Wachstum. Nach der Blütezeit empfiehlt es sich, die Pflanze zurückzuschneiden, um ein Verkahlen zu vermeiden. Gelegentliches Auslichten der älteren Triebe fördert zudem die Bildung neuer Blätter.

PFLANZNACHBARN

Liebstöckel ist ein großzügiger Begleiter im Kräuter- und Gemüsegarten. Sein kräftiger Wuchs kann jedoch empfindlichere Pflanzen verdrängen, weshalb er einen festen Platz mit ausreichend Abstand benötigt. Einige Tipps:

  • Gute Nachbarn: Dill, Petersilie und Schnittlauch profitieren von der Nähe des Liebstöckels, da er Schädlinge wie Blattläuse fernhält.
  • Schlechte Nachbarn: Kartoffeln und Bohnen sind keine idealen Partner, da der kräftige Wurzelwuchs des Liebstöckels diese Pflanzen beeinträchtigen kann.

Sein intensives Aroma macht Liebstöckel außerdem zu einem natürlichen Schutzschild gegen bestimmte Schädlinge, was ihn besonders nützlich in Mischkulturen macht.

WERTVOLL FÜR DIE GARTENAPOTHEKE

Liebstöckel wird seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde eingesetzt. Seine ätherischen Öle und Bitterstoffe haben verschiedene gesundheitliche Vorteile:

  • Verdauungsfördernd: Liebstöckel regt die Verdauung an, lindert Blähungen und fördert die Magensäureproduktion. Ein Tee aus frischen oder getrockneten Blättern ist besonders wohltuend nach schweren Mahlzeiten.
  • Entwässernd: Die Pflanze hat eine harntreibende Wirkung und kann bei leichten Harnwegsbeschwerden unterstützend wirken.
  • Schleimlösend: In der Volksmedizin wurde Liebstöckel traditionell bei Erkältungen und zur Schleimlösung eingesetzt.

Hinweis: Menschen mit Nierenproblemen sollten Liebstöckel nur in Rücksprache mit einem Arzt verwenden, da die entwässernden Eigenschaften die Nieren belasten könnten.

KULINARISCHE IDEEN IN DER KÜCHE

Liebstöckel ist ein wahres Multitalent in der Küche. Sowohl die Blätter als auch die Samen lassen sich vielseitig einsetzen:

  • Suppen und Eintöpfe: Die Blätter verleihen Gerichten ein intensives Aroma.
  • Krautige Würze: Frische Triebe können in Salaten oder Aufstrichen verwendet werden.
  • Gewürz: Die getrockneten Samen eignen sich als aromatische Zutat in Brot oder Marinaden.

REZEPT

Hausgemachte Suppenwürze mit Liebstöckel

Für Suppen, Eintöpfe oder Saucen genügt 1-2 Teelöffel der Würze. Sie ersetzt herkömmliche Brühwürfel und verleiht Gerichten eine natürliche, aromatische Note. Diese Würze hält sich im Kühlschrank mehrere Monate und ist eine großartige Möglichkeit, frischen Liebstöckel zu konservieren.

  • Zutaten
    • 100 g frische Liebstöckelblätter
    • 200 g Sellerie (inklusive Blätter)
    • 200 g Karotten
    • 100 g Lauch
    • 100 g Zwiebeln
    • 50 g Petersilie (frisch)
    • 200 g grobes Meersalz
  • Zubereitung
    • Das Gemüse und die Kräuter waschen, putzen und grob hacken.
    • Alles zusammen in einem Mixer oder einer Küchenmaschine fein pürieren.
    • Das Meersalz untermischen, sodass die Masse gut konserviert wird.
    • Die Suppenwürze in saubere Schraubgläser füllen und im Kühlschrank aufbewahren.

LIEBSTÖCKL HALTBAR MACHEN

Die Blätter und Samen von Liebstöckel lassen sich auf folgende Weise haltbar machen:

  • Trocknen: Die Blätter und Samen an einem schattigen Ort trocknen und in luftdichten Behältern aufbewahren.
  • Einfrieren: Frische Blätter hacken und portionsweise einfrieren, um sie jederzeit griffbereit zu haben.
Zurück
Ebbs | Mils

Öffnungszeiten

EBBS:

TÄGLICH GEÖFFNET:
09:00 – 18:00 Uhr

Auch an Sonn - & Feiertagen.

Eichelwang 2 | A-6341 Ebbs

MILS:

MONTAG – SAMSTAG:
09:00 – 18:00 Uhr

Sonn - & Feiertage geschlossen. 

Voldererbrücke 11 | A-6068 Mils bei Hall

Ausgenommen: 

  • 1. November geschlossen
  • 24. Dezember bis Mitte Jänner geschlossen

Ausgenommen: 

  • 1. November geschlossen
  • 24. Dezember bis Mitte Jänner geschlossen