Der Sommerlauch, auch als Porree bekannt, gehört zur Familie der Zwiebelgewächse. Er ist mild im Geschmack, zart in der Konsistenz und eignet sich sowohl für den Rohverzehr als auch für zahlreiche warme Gerichte. Besonders beliebt ist er in Suppen, Aufläufen oder gegrillt.
Sommerlauch
Wissenswertes
Besonderheiten & Verwendung
Frischer Sommerlauch kann roh in Salaten, als Beilage oder kurz gegart verwendet werden. Er zeichnet sich durch seinen milden, leicht süßlichen Geschmack aus. Vor dem ersten Frost sollte die Ernte abgeschlossen sein, da Sommerlauch nicht frosthart ist.
- Verzehr-Tipp: Jung geerntet ist der Sommerlauch besonders zart und aromatisch.
- Extra-Tipp: Auch das kräftige Grün kann fein geschnitten in Suppen oder Gemüsepfannen verwendet werden.
Anbau & Pflege
Pflanzzeit ist von März bis Mai. Der Pflanzabstand beträgt etwa 20 cm. Die Kulturdauer liegt bei rund 4 bis 5 Monaten, je nach Sorte und Witterung. Sommerlauch bevorzugt sonnige, nährstoffreiche und tiefgründige Böden.
- Pflege-Tipp: Regelmäßiges Anhäufeln sorgt für glatte, weiße Schäfte. Achte darauf, dass keine Erde in die Blattachseln fällt. Ein gleichmäßig feuchter Boden fördert das Wachstum.
- Schutz-Tipp: Gegen Lauchmotte hilft ein Gemüseschutznetz. Anbaupausen von 2–3 Jahren beugen Befall vor.
Top für Hochbeet, Gemüsebeet & Töpfe
Sommerlauch kann im Beet, Hochbeet oder in tiefen Pflanzgefäßen kultiviert werden. Im Topf sollte pro Pflanze etwa 5–7 Liter Erdvolumen zur Verfügung stehen.
Pflanzpartner
- Gute Nachbarn: Sellerie, Kohl, Kopfsalat, Möhren, Tomaten.
- Vitalisierende Partner: Rettich und Wermut – vertreiben die Lauchmotte; Möhren und Petersilie – fördern das Wachstum.
- Ungünstig: Bohnen, Erbsen, Rote Beete, Zwiebeln, Knoblauch.
Tipps zur Ernte
Sommerlauch kann etwa 4–5 Monate nach dem Pflanzen geerntet werden. Ernte die Stangen, bevor starker Frost einsetzt. Die Pflanzen vorsichtig aus dem Boden ziehen, damit die weißen Schäfte nicht beschädigt werden.
- Tipp: Für besonders zarte Lauchstangen kannst du sie kurz vor der Ernte nochmals anhäufeln – das verlängert den weißen Schaftbereich.
Ist roher Lauch gesund?
Roh schmeckt Lauch leicht scharf und aromatisch. Die inneren, zarten Schichten können fein geschnitten in Salaten oder als würzige Garnitur verwendet werden. Roh verzehrt liefert Lauch besonders viel Vitamin C und wirkt stärkend auf das Immunsystem.
Kann man das Grüne vom Lauch essen?
Ja, das Grüne vom Lauch ist essbar und sehr aromatisch. Die dunkleren Blätter sind etwas fester, eignen sich aber hervorragend zum Mitkochen in Suppen oder Fonds. Das feinere Grün kann außerdem getrocknet oder als Würzbeigabe genutzt werden.
Gärtnerwissen
Lauch reagiert empfindlich auf Bodenverdichtung. Eine tiefe Lockerung vor dem Pflanzen ist daher wichtig. Beim Setzen der Jungpflanzen das Grün leicht einkürzen – das fördert die Schaftbildung. Regelmäßiges Anhäufeln mit lockerer Erde sorgt für helle, lange Schäfte.
Rezeptidee – Gegrillter Sommerlauch
Sommerlauch gründlich waschen, der Länge nach halbieren und 3–5 Minuten in Salzwasser blanchieren. Danach mit Olivenöl bestreichen und auf dem Grill goldbraun rösten. Mit Salz und Pfeffer würzen – schmeckt hervorragend zu Fleisch, Fisch oder Gemüse.