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Cichorium intybus

Wegwarte

Ein Glas mit rosafarbenem Wegwartentee auf einer kleinen Holzscheibe, dekoriert mit einer blauen Wegwartenblüte. Im Hintergrund sind unscharfe Wegwartenstängel mit weiteren Blüten sichtbar.

Heilpflanze

Die Wegwarte bringt mit ihren leuchtend blauen Blüten einen natürlichen Charme in jeden Garten. Diese robuste, winterharte Heilpflanze ist nicht nur ein optisches Highlight, sondern auch eine Bereicherung für naturnahe Gärten. Ihre historischen Verwendungen reichen von der Küche bis zur Hausapotheke, und sie zieht mit ihren Blüten zahlreiche Insekten wie Wildbienen und Schwebfliegen an.

  • Blütenfarbe

    blau

  • Standort

    sonnig

  • Frosthart

  • Insektenfreundliche Blüten

  • Trockenheits Künstler

  • Schneckensicher

  • Blütezeit

    August, September

  • Höhe

    100-150 cm

  • Breite

    30-50 cm

Infos auf einen Blick

Die Faktenbox

  • Lebensform: winterhart
  • Höhe/Breite: 100-150 cm hoch / 30-50 cm breit
  • Blütenfarbe: blau
  • Blütezeit: August-September
  • Insektenfreundlich: ja
  • Standort: sonnig
  • Boden: karger, eher trockener Gartenboden
  • Feuchtigkeit: kein gießen notwendig
  • Düngen: keine Dünung notwendig
  • Pflege: unkompliziert, gelegentliches Entfernen von verblühten Blüten fördert Nachblühte
  • Schneckensicher: ja
  • Verwendung: Heilpflanze

    ERNTE

  • Was: Blätter frisch als Salatbeigabe, Wurzeln getrocknet
  • Wann: Blätter im Frühjahr, Wurzeln ab Herbst des ersten Jahres
  • Wie: Blätter roh verwenden, Wurzeln trocknen und weiterverarbeiten

Wegwarte

Wissenswertes

LEBENSFORM & WUCHSEINGENSCHAFTEN

Die Wegwarte ist eine winterharte, mehrjährige Pflanze, die im ersten Jahr vor allem eine Rosette bildet und ab dem zweiten Jahr ihre eindrucksvollen, bis zu 150 cm hohen Blütenstängel entwickelt. Ihre feinen, verzweigten Stängel sind mit den charakteristischen, kornblumenblauen Blüten besetzt, die nur in den Morgenstunden ihre volle Pracht entfalten.

NATURNAHE GÄRTEN

Die Wegwarte ist ideal für naturnahe Gärten und Kiesbeete geeignet. Sie harmoniert wunderbar mit Stauden wie Schafgarbe, Flockenblume und Natternkopf und setzt durch ihre Wuchshöhe attraktive Akzente im Hintergrund von Beeten.

FÖRDERT DIE BIODIVERSITÄT

Mit ihren pollen- und nektarreichen Blüten lockt die Wegwarte zahlreiche Wildbienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen an. Besonders Wildbienen wie die Gemeine Pelzbiene profitieren von den nährstoffreichen Blüten.

STANDORT & BODENEIGENSCHAFTEN

Am liebsten steht die Weiße Melisse an einem sonnigen Platz mit durchlässigem, nährstoffreichem Boden. Staunässe sollte vermieden werden, um Wurzelfäule vorzubeugen. In Kräutergärten oder naturnahen Beeten fühlt sie sich besonders wohl.

PFLEGE & RUNDHERUM

Diese Pflanze ist äußerst pflegeleicht. Ein Gießen ist nur in extrem langen Trockenphasen notwendig. Sie benötigt keine Dünung und ist resistent gegen die meisten Schädlinge – Schnecken meiden sie. Das Entfernen verblühter Blüten fördert eine längere Blütezeit.

KULINARISCHE IDEEN IN DER KÜCHE

Die jungen Blätter der Wegwarte sind eine interessante und gesunde Zutat für gemischte Salate. Ihr leicht bitterer Geschmack harmoniert gut mit milderen Komponenten wie Kopfsalat oder Feldsalat. Die Bitterstoffe regen den Appetit an und fördern die Verdauung. Neben den Blättern sind auch die Wurzeln kulinarisch nutzbar: Geröstet und gemahlen ergeben sie den traditionellen Zichorienkaffee – ein koffeinfreier Ersatzkaffee mit langer Tradition.

Bittere Salatbeigabe

Junge Wegwartenblätter waschen und mit Kopfsalat, Feldsalat und einer Vinaigrette aus Olivenöl, Essig und Honig anrichten. Die Bitterkeit der Blätter wird durch die Säure und Süße angenehm abgemildert.

Zichorienkaffee

  • Zubereitung
    • Wurzeln ausgraben, waschen und in kleine Stücke schneiden.
    • Im Backofen bei 150 °C etwa 20 Minuten rösten.
    • Gemahlene Wurzeln mit heißem Wasser überbrühen und als koffeinfreien Kaffee genießen.

WERTVOLL FÜR DIE GARTENAPOTHEKE

Die Wegwarte wird traditionell zur Anregung des Appetits und zur Unterstützung der Verdauung verwendet. Ihre bitteren Inhaltsstoffe regen den Magen-Darm-Trakt an und können als Tee oder in Salaten genutzt werden. Die gerösteten Wurzeln wurden früher auch zur Linderung von Magenbeschwerden eingesetzt.

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