Weißkraut ist ein echter Gartenklassiker. Ob als zartes Frühkraut oder als kräftiger Sommerkohl – immer knackig, vielseitig und reich an Vitaminen.
Besonderheiten & Verwendung
Weißkraut bildet feste, hellgrüne bis weißliche Köpfe und ist fester Bestandteil der heimischen Küche. Frühe Sorten liefern schon im Frühsommer kleinere, besonders zarte Köpfe, die mild im Geschmack sind – ideal für Krautsalate oder leichte Gemüsegerichte. Sommer-Weißkraut entwickelt größere, festere Köpfe, die sich auch für warme Gerichte oder zum Einlegen eignen.
- Verzehr-Tipp: Frühkraut möglichst frisch genießen, Sommer-Weißkraut hält sich einige Wochen und eignet sich auch für Krautsalat oder zum Einlegen.
Anbau & Pflege
Frühes Weißkraut
- Pflanzung: ab April ins Freiland
- Erntereif nach 8–10 Wochen
- Bildet kleine, zarte Köpfe
- Nicht lagerfähig, für Sofortverzehr gedacht
Sommer-Weißkraut
- Pflanzung: Mai–Juni
- Erntereif nach 10–12 Wochen
- Bildet größere, festere Köpfe
- Einige Wochen lagerfähig
- Allgemein für beide: tiefgründiger, nährstoffreicher Boden, gleichmäßige Feuchtigkeit, vor Kopfbildung leicht anhäufeln. Hoher Wasserbedarf während der Kopfbildung. Wurzeln nach der Ernte mitentfernen, um Krankheiten vorzubeugen.
- Schutz-Tipp: Junge Pflanzen sind Schneckenfutter – gleich zu Beginn schützen.
- Kohl-Tipp: Insektenschutznetz gegen Raupenfraß verwenden.
Top für Hochbeet & Gemüsebeet
Weißkraut braucht Platz – im klassischen Gemüsebeet oder im Hochbeet gedeiht es am besten. Für Balkonkästen oder kleine Töpfe nicht geeignet.
Gärtnerwissen
Frühes Weißkraut eignet sich hervorragend als Vorkultur: Nach der Ernte kann die Fläche noch für wärmeliebende Gemüse wie Tomaten genutzt werden.
- Zwischensaat-Tipp: Spinat kann sehr gut zwischen Kohlpflanzen gesät werden – er ist schon erntereif, bevor sich die großen Kohlblätter ausbreiten.
Rezeptidee – Klassischer Krautsalat
Weißkraut fein hobeln, mit Salz und Zucker kurz durchkneten, dann mit Apfelessig, Öl und Kümmel anmachen. Leicht, frisch und der perfekte Begleiter zu Grillgerichten.