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Dipsacus fullonum

Wilde Karde

Eine Wilde Karde mit stacheligen, grünlichen Blütenständen, auf der ein Distelfalter mit orange-schwarz gemusterten Flügeln sitzt. Der Hintergrund ist unscharf mit grünen und violetten Farbtönen.

Heilpflanze

Die Wilde Karde ist eine beeindruckende Heilpflanze, die sowohl optisch als auch ökologisch überzeugt. Ihre violetten Blüten sind eine wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Insektenarten, während ihre kräftigen Wurzeln in der Naturheilkunde eine bedeutende Rolle spielen. Besonders in naturnahen Gärten wird sie geschätzt – nicht nur als Blickfang, sondern auch als wertvoller Beitrag zur Förderung der Biodiversität.

  • Blütenfarbe

    violett

  • Standort

    sonnig

  • Frosthart

  • Insektenfreundliche Blüten

  • Trockenheits Künstler

  • Schneckensicher

  • Blütezeit

    Juli, August, September, Oktober

  • Höhe

    100 cm

  • Breite

    50 cm

Infos auf einen Blick

Die Faktenbox

  • Lebensform: zweijährig, vermehrt sich durch Selbstaussaat
  • Höhe/Breite: 100 cm hoch / 50 cm breit
  • Blütenfarbe: violett
  • Blütezeit: Juli-Oktober
  • Insektenfreundlich: ja
  • Standort: sonnig
  • Boden: karger und eher trockener Gartenboden
  • Feuchtigkeit: kein Gießen notwendig
  • Düngen: kein Düngen notwendig
  • Pflege: unkompliziert, durch Selbstaussaat kommt die Pflanze jährlich zurück
  • Schneckensicher: ja
  • Verwendung: Heilpflanze
  • Synonym: Weberkarde, Wilde Weberdistel

    ERNTE

  • Was: Wurzel
  • Wann: ab dem 2.-3. Standjahr
  • Wie: getrocknet verwenden

Wilde Karde

Wissenswertes

LEBENSFORM & WUCHSEINGENSCHAFTEN

Die Wilde Karde ist zweijährig und erreicht eine Höhe von bis zu 100 cm. Im ersten Jahr bildet sie eine Blattrosette, während sie im zweiten Jahr ihre charakteristischen, stacheligen Stängel und auffälligen violetten Blüten zeigt. Dank ihrer Selbstaussaat kehrt sie Jahr für Jahr zuverlässig zurück und benötigt keine aufwendige Pflege.

NATURNAHE AROMA-GÄRTEN

Diese Distelart ist eine Bereicherung für naturnahe Gärten, besonders im Hintergrund von Wildblumenwiesen oder Heilkräuterbeeten. Sie harmoniert hervorragend mit anderen robusten Pflanzen wie Schafgarbe, Lavendel, Sonnenhut und Disteln. Ihre auffällige Erscheinung setzt auch in großen Staudenbeeten markante Akzente.

FÖRDERT DIE BIODIVERSITÄT

Die violetten Blüten der Wilden Karde sind ein Magnet für Schmetterlinge, Wildbienen und Hummeln. Besonders im Hochsommer, wenn andere Nahrungsquellen rar werden, bietet die Pflanze wertvollen Nektar und Pollen. Auch Vögel profitieren von den Samenständen im Herbst und Winter, die als willkommene Futterquelle dienen.

STANDORT & BODENEIGENSCHAFTEN

Die Wilde Karde bevorzugt sonnige Standorte mit kargem, trockenem Boden. Sie gedeiht hervorragend in nährstoffarmen Substraten, wie sie in Steingärten oder naturbelassenen Wildwiesen vorkommen. Sie kommt ohne zusätzliche Bewässerung oder Düngung aus, was sie zu einer idealen Pflanze für pflegeleichte Gärten macht.

PFLEGE & RUNDHERUM

Karden sind äußerst robust und benötigen kaum Pflege. Durch ihre Selbstaussaat verbreitet sie sich selbstständig und sorgt so für ein wiederkehrendes Blütenmeer. Im Herbst können die verblühten Stängel stehen bleiben, da sie Vögeln als Nahrung dienen und einen dekorativen Akzent im winterlichen Garten setzen.

WERTVOLL IN DER GARTENAPOTHEKE

Die Wurzeln der Wilden Karde sind besonders in der Naturheilkunde bekannt. Sie werden häufig als Tinkturen oder Tees verwendet und kommen bei chronischen Beschwerden, zur Unterstützung des Immunsystems und insbesondere bei der Behandlung von Borreliose zum Einsatz. Die Ernte der Wurzeln erfolgt idealerweise im Herbst des zweiten oder dritten Jahres, wenn die Pflanze ihre volle Kraft entfaltet hat.

HALTBAR MACHEN

Die Wurzeln der Wilden Karde werden nach der Ernte sorgfältig gereinigt, in Stücke geschnitten und an einem luftigen, schattigen Ort getrocknet. In getrockneter Form können sie in Gläsern luftdicht aufbewahrt werden und sind über Monate hinweg für die Herstellung von Tinkturen oder Tees einsatzbereit.

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