Wirsing, im Dialekt auch „Wirsching“ genannt, ist ein klassisches Wintergemüse. Robust, aromatisch und perfekt für herzhafte Gerichte in der kalten Jahreszeit.
Besonderheiten & Verwendung
Der Wirsing zeichnet sich durch seine dunkelgrünen, fein gekrausten Blätter aus. Er bildet robuste Köpfe, die nicht nur schmackhaft, sondern auch besonders gut lagerfähig sind – ideal für die Herbst- und Winterküche. Wirsing ist vielseitig: als deftige Beilage, in Suppen, Eintöpfen oder als klassische Wirsingrouladen.
- Verzehr-Tipp: Junge, innere Blätter sind zart und eignen sich auch roh im Salat oder als Wrap.
Anbau & Pflege
Wirsing wird von Mai bis Juli ins Freiland gepflanzt und ist nach etwa 3–4 Monaten erntereif. Diese Wirsingsorte ist besonders robust und bildet dichte, feingekrauste Köpfe. Gleichmäßige Wasserversorgung ist entscheidend, damit die Blätter zart bleiben.
- Pflege-Tipp: Vor der Kopfbildung leicht anhäufeln – das fördert Wurzeln und Standfestigkeit. Nach der Ernte die Wurzeln mitentfernen, um Krankheiten vorzubeugen.
- Schutz-Tipp: Jungpflanzen sind anfällig für Schneckenfraß – rechtzeitig schützen.
- Kohl-Tipp: Mit Insektenschutznetz vor Raupen und Kohlfliegen schützen.
Top für Hochbeet & Gemüsebeet
Wirsing ist ein klassisches Beet- und Hochbeetgemüse. Mit seinen dekorativen Blättern wertet er das Gemüsebeet auch optisch auf. Für Balkonkästen ist er weniger geeignet.
Pflanzpartner
- Besonders gute Nachbarn: Sellerie, Bohnen, Zwiebeln, Dill, Basilikum, Tagetes.
- Ungünstig: Andere Kohlarten und Rettiche – erhöhen Krankheits- und Schädlingsdruck
Gärtnerwissen
Wirsing ist robust und frosthart. Besonders späte Sorten können noch im Winter geerntet werden. Die Köpfe halten sich im Kühllager lange frisch – ideal für die Vorratshaltung.
Rezeptidee – Deftiger Wirsingeintopf
Wirsing in Streifen schneiden, mit Kartoffeln, Zwiebeln und etwas Speck oder Wurst schmoren. Herzhaft, wärmend und perfekt für kalte Tage.